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Narco News Issue #39

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Die andere Kampagne wächst in Oaxaca

Mexikos Staat mit den meisten Indios wartet auf Subcmandante Marcos` Ankunft


Von James Daria, RJ Maccani, Daniela Lima und Dul Santamaria
Die Ricardo Flores Magón Brigade berichtet für Narco News

31. Januar 2006

Wir sind die Ricardo Flores Magón Brigade und machen für Sie die Berichterstattung über die ersten Schritte der „Anderen Kampagne“, hier im Staat Oaxaca. Wir sind Mexikaner, Amerikaner, Brasilianer und Franzosen und berichten in bis zu 4 Sprachen.


Ricardo Flores Magón, 1874-1922
Wir haben den Namen Ricardo Flores Magón gewählt, in Erinnerung an den Journalisten und Revolutionär aus Oaxaca, der zu einem der größten Idole der Mexikanischen Revolution wurde. Durch das Auflegen der „Regeneración“ und anderen Zeitungen war Magón der Hauptträger des kämpferischen Journalismus, der das korrupte und unterdrückende Regime von Porfirio Diaz angriff und den Kampf für Land und Freiheit verbreitete. Vom porfiranischen Regime ins Exil in die USA gezwungen, leitete Magón einen revolutionären Kampf, ebenso national wie international, mit dem Wunsch eine klassen- und staatenlose Gesellschaft zu schaffen. Er wurde 1873 in der Gemeinde San Antonio Eloxochitlan geboren und starb 1922 unter verdächtigen Umständen im Leavenwort Gefängnis in Kansas, USA. Seine radikale Kritik an den gewählten Politikern hat vieles mit der Sechsten Deklaration der EZLN gemein, sowie mit der „Anderen Kampagne“, die heute in Mexiko aufgebaut wird.

Wir befinden uns in der Hauptstadt Oaxacas, Oaxaca City (Valles Centrales Region), und dokumentieren das Auftauchen der „Anderen Kampagne“ in den wöchentlichen regionalen und landesweiten Versammlungen, die stattfinden um die Ankunft des Abgeordneten Null und der Sechsten Kommission vorzubereiten.

Oaxaca ist einer der ärmsten Staaten Mexikos, mit den meisten unterschiedlichen ethnischen Gruppen und Ureinwohnersprachen in ganz Mexiko. Ethik, Land, Bildung und Unterdrückung sind die grundlegenden Stichworte im oaxacischen Kampf. Die Zapatisten, ebenso wie das Vermächtnis des Ricardo Flores Magón und anderen revolutionären Figuren, war der Hauptbezugspunkt für Dörfer, Organisationen und Einzelpersonen, die alle kämpfen, um eine Alternative zur jetzigen Gesellschaftsordnung zu schaffen.

Von den „Eingeborenen“ – und „Mischgemeinden“, die immer noch ohne politische Parteien regieren, über ihre „usos y costumbres“ (Bräuche und Gewohnheiten) – Gemeinden bis zu den sonderbaren „mux´e“ – Gemeinden der Landenge Oaxacas – Die soziale Bewegung Oaxacas hat viele verschiedene Formen von sozialem Kampf hervorgebracht.
Es wird unser Versuch sein, den Lesern zu vermitteln, wie diese Formen von sozialen, kulturellen und politischen Organisationen zu der „Anderen Kampagne“ passen und vor Allem, wie sie mit ihr wachsen können.

Im Sinne der Sechsten Deklaration aus dem Lacandon Dschungel werden die Versammlungen von Männern und Frauen, Jungen und Alten, abgehalten, die Indios, Bauern und Arbeitergemeinschaften repräsentieren; Ebenso versammeln sie sich stellvertretend für kommunistische und sozialistische Parteien, anarchistische Kollektive, Nachbarschafts- und Frauenverbindungen, Studentenbewegungen, unabhängigen Medien, Gemeinde-Radiostationen und viele Einzelpersonen. Und daraus entsteht das, was sie als „Die Andere“ („La Otra“) bezeichnen. Und all diese Gruppen zu vereinen ist nicht einfach, Freunde! Wir betrachten ja nicht nur Leute mit unterschiedlichen „Sichtweisen“, sondern sogar rivalisierende Gruppen und Organisationen, die versuchen, diese Kampagne gemeinsam zu gestalten und ihr ein Gesicht zu geben. Um den Aufenthalt vom Abgeordneten Null und der Sechsten Kommission der EZLN vom 5. bis 10. Februar zu organisieren, ist das der erste Teil der Arbeit, den sie gemeinsam bewältigen müssen.

Um diese Arbeit zu kontrollieren haben diese vielen unterschiedlichen Organisatoren einige grundlegende Vereinbarungen getroffen:

  • Die Sechste Deklaration aus dem Lacandon Dschungel ist Basis und Leitpfaden für ihre Arbeit.

  • Alle Organisationen- ob groß oder klein- und alle Einzelpersonen bestimmen zusammendie Koordination der „ La Otra“ („Die Andere“) in Oaxaca.

  • Der Abgeordnete Null und die Sechste Kommission können nur dort untergebracht werden, wo Sicherheit und Organisation garantiert sind.

  • Sie werden diese Arbeit vor, während und nach der Ankunft der EZLN- Kommission solidarisch ausführen.

Die für die Valles- Centrales- Region organisierten Versammlungen für „La Otra“ sowie die landesweiten Treffen Oaxacas werden wöchentlich hier in Oaxaca City abgehalten.

Nachfolgend die Reisedaten des Abgeordneten Null und der Sechten Kommission durch Oaxaca nach dem Informationsstand der ersten landesweiten Versammlung von „La Otra“ in Oaxaca:

4. Feb.: Einzug der EZLN- Delegation von Veracruz nach Oaxaca

5. Feb.: Textepe ( Cuenca del Papaloapan- Region)

6.+7. Feb: Landenge von Tehuantepec

8. Feb.: Sierra Madre

9.+10. Feb.: Valles Centrales
11. Feb.: Weiterzug der EZLN- Delegation von Oaxaca nach Puebla

Dieser Zeitplan, welcher 3 von Oaxacas 7 Hauptregionen auslässt (Costa, Mixteca, Cañada) wurde nicht ohne eine gewisse Bitterkeit aufgenommen. Die Route basiert auf den Kriterien, dass nur die Regionen besucht werden, die repräsentativ sind und genügend organisiert , um die Sicherheit der EZLN- Delegation zu gewähren. Die Sicherheit ist eine der Hauptsorgen der Verantwortlichen, die die Delegation empfangen, da Oaxaca als einer der meist unterdrückten Staaten Mexikos gilt.

Denn obgleich sie im föderalen Wahlkampf in 2005 verlorn, regiert die Partido Revolucionario Institucional (PRI) nach wie vor in Oaxaca. Es gibt Anschuldigungen wegen Wahlbetruges, der PRI- Kandidat Ulises Ruiz häte sich erneut zur Gouverneurswahl aufstellen lassen obwohl er weniger als 20 Prozent der Wählerstimmen hatte. Gouverneur Ruiz hielt 2005 152 politische Gefangene, die in irgendeiner Form Stimme gegen ihn erhoben hatten. Ohne Befragung und gegen die Konstitution des Staates, verlagerte Ruiz den Hauptsitz der exekutiven macht aus der Hauptstadt und verbot Demonstrationenund Protestmärsche im Stadtzentrum, wo sie bisher immer stattfanden. Trotz allem sind wir froh, die ersten sein zu dürfen, die euch mitteilen, das mit der Ankunft der Zapatisten am 9. Februar in Oaxaca City, die, die momentan „La Otra“ bilden, den Zocalo (Stadtzentrum) zurückgewinne werden und so wieder die Bühne öffnen, für die „Einfachen und Bescheidenen, die kämpfen“ –hier in Oaxaca City- um gehört zu werden.

Wir werden euch Neuigkeiten dann berichten wenn sie passieren…und manchmal schon vorher! Bleibt auf dem Laufenden!

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